CBD und Bluthochdruck: Was Studien über Cannabidiol und den Blutdruck sagen
- 12. März
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 6. Juli

CBD Öl Flasche mit Hanfblatt in natürlicher Umgebung – Cannabidiol aus der
Hanfpflanze
Bluthochdruck zählt zu den häufigsten Risikofaktoren im Bereich der Herz-Kreislauf-
Gesundheit. Immer mehr Menschen interessieren sich deshalb für natürliche
Substanzen wie Cannabidiol (CBD) und fragen sich, ob ein Zusammenhang mit dem
Blutdruck bestehen könnte. Dieser Artikel fasst den aktuellen Stand der Forschung
zusammen und ordnet mögliche Zusammenhänge wissenschaftlich ein.
Überblick: Forschung zu CBD und Blutdruck
Bluthochdruck (Hypertonie) betrifft weltweit viele Menschen und gehört zu den
wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Häufig gestellte Fragen sind unter anderem:
Kann CBD den Blutdruck beeinflussen?
Welche Rolle spielt Cannabidiol im Körper?
Was sagen wissenschaftliche Studien dazu?
Dieser Beitrag bietet einen neutralen Überblick über den aktuellen Forschungsstand.
Er ersetzt keine medizinische Beratung und stellt keine Behandlungsempfehlung
dar.
Wie Cannabidiol im Körper wirkt
Cannabidiol (CBD) ist ein natürlicher Bestandteil der Hanfpflanze. Es interagiert mit
dem sogenannten Endocannabinoid-System (ECS), das an verschiedenen
körperlichen Prozessen beteiligt ist.
Dazu gehören unter anderem:
Stressverarbeitung
Schlaf-Wach-Regulation
Entzündungsreaktionen
Funktionen des Herz-Kreislauf-Systems
Forschende untersuchen daher, ob CBD indirekt Prozesse beeinflussen kann, die
auch mit dem Blutdruck in Zusammenhang stehen.
Forschung zu CBD und Blutdruck
Einige Studien haben mögliche kurzfristige Effekte von Cannabidiol auf den
Blutdruck untersucht.
Eine häufig zitierte Untersuchung wurde 2017 in JCI Insight veröffentlicht. Dabei
erhielten gesunde Teilnehmer eine einmalige Dosis CBD. Beobachtet wurden unter
anderem:
leicht veränderte Blutdruckwerte im Ruhezustand
geringere Blutdruckreaktionen unter Stressbedingungen
Diese Ergebnisse werden in der Forschung diskutiert. Gleichzeitig weisen
Wissenschaftler darauf hin, dass:
die Teilnehmerzahl gering war
nur kurzfristige Effekte untersucht wurden
keine Aussagen über langfristige Anwendungen möglich sind
Daher ist die Studienlage aktuell noch begrenzt.
Aktueller Stand der Wissenschaft
Zusammenfassend lässt sich sagen:
Mögliche Beobachtungen
kurzfristige Veränderungen unter kontrollierten Bedingungen
mögliche Effekte auf Stressreaktionen
Untersuchungen zur Gefäßfunktion laufen weiter
Wichtige Einschränkungen
keine ausreichenden Langzeitstudien
keine medizinisch anerkannten Therapieempfehlungen
individuelle Unterschiede in der Wirkung möglich
Aus heutiger Sicht wird CBD nicht als Behandlung von Bluthochdruck angesehen.
CBD und Blutdruckmedikamente
Ein wichtiger Aspekt betrifft mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten.
CBD kann bestimmte Enzyme in der Leber (CYP450-System) beeinflussen. Diese
Enzyme sind am Abbau vieler Arzneimittel beteiligt, darunter auch einige
Blutdruckmedikamente.
Theoretisch kann dies dazu führen, dass:
der Abbau von Medikamenten verlangsamt wird
die Wirkung stärker ausfallen kann
Daher gilt grundsätzlich:
Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten CBD nur nach
ärztlicher Rücksprache verwenden.
Unterschied zwischen CBD und THC
Bei Cannabisprodukten ist die Unterscheidung der Wirkstoffe wichtig:
THC (Tetrahydrocannabinol)
psychoaktiv
kann Puls und Blutdruck kurzfristig beeinflussen
CBD (Cannabidiol)
nicht psychoaktiv
verursacht keinen Rauschzustand
Viele CBD-Produkte enthalten ausschließlich Cannabidiol oder nur sehr geringe
THC-Mengen gemäß gesetzlicher Vorgaben.
Mögliche Nebenwirkungen
CBD gilt allgemein als gut verträglich. Dennoch können in einigen Fällen
Nebenwirkungen auftreten, darunter:
Müdigkeit
Schwindel
Veränderungen des Kreislaufs
mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten
Bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird eine medizinische Abklärung
empfohlen.
Anwendung von CBD-Produkten
CBD ist in verschiedenen Formen erhältlich, zum Beispiel:
CBD-Öle und Tropfen
Kapseln
Vape-Produkte
CBD-Öle werden häufig verwendet, da sie eine einfache Dosierung ermöglichen.
Eine allgemein gültige Dosierung im Zusammenhang mit Blutdruck existiert jedoch
nicht, da CBD nicht als Therapie für Hypertonie zugelassen ist.
Lebensstil bleibt entscheidend
Unabhängig von Nahrungsergänzungen spielen folgende Faktoren eine zentrale
Rolle für die Herz-Kreislauf-Gesundheit:
ausgewogene Ernährung
regelmäßige Bewegung
Stressmanagement
ausreichender Schlaf
medizinisch verordnete Therapien
Diese Maßnahmen haben nach aktuellem Stand einen deutlich größeren Einfluss als
einzelne Ergänzungsstoffe.
Fazit
Die Forschung untersucht weiterhin mögliche Zusammenhänge zwischen
Cannabidiol und dem Herz-Kreislauf-System. Erste Studien liefern interessante
Hinweise, jedoch ist die wissenschaftliche Datenlage noch nicht ausreichend für
klare medizinische Aussagen.
Aktuell gilt:
CBD ist keine Behandlung für Bluthochdruck
mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten sollten berücksichtigt werden
bei gesundheitlichen Fragen ist eine ärztliche Beratung wichtig
FAQ – CBD und Blutdruck
Kann CBD den Blutdruck beeinflussen?
Einige Studien untersuchen mögliche kurzfristige Effekte von CBD auf den
Blutdruck, insbesondere im Zusammenhang mit Stress. Die Ergebnisse sind jedoch
nicht ausreichend, um klare medizinische Aussagen zu treffen.
Ist CBD eine Behandlung gegen Bluthochdruck?
Nein. CBD ist kein zugelassenes Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck.
Kann CBD mit Blutdruckmedikamenten kombiniert werden?
Es können theoretisch Wechselwirkungen auftreten. Daher sollte die Einnahme
vorher mit einer medizinischen Fachperson abgeklärt werden.
Macht CBD „high“?
Nein. CBD ist nicht psychoaktiv und verursacht keinen Rauschzustand.
Gibt es Nebenwirkungen?
CBD kann bei manchen Personen Müdigkeit, Schwindel oder
Kreislaufveränderungen verursachen.
Ist CBD in der Schweiz legal?
Ja, CBD-Produkte sind in der Schweiz legal, sofern der THC-Gehalt unter 1 % liegt.
Hinweis
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine
medizinische Beratung. CBD ist kein Arzneimittel und es werden keine Heil- oder Gesundheitsversprechen gemacht.
Rechtlicher Hinweis (Schweiz)
CBD-Produkte sind in der Schweiz legal, sofern der gesetzlich zulässige THC-Gehalt
eingehalten wird. Dieser Beitrag bezieht sich auf die aktuelle Rechtslage in der
Schweiz.

