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CBD und Bluthochdruck: Was Studien über Cannabidiol und den Blutdruck sagen

  • 12. März
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. März


CBD Öl Flasche mit Hanfblatt in natürlicher Umgebung – Cannabidiol aus der Hanfpflanze

Hoher Blutdruck gehört zu den häufigsten Herz-Kreislauf-Risiken. Viele Menschen

interessieren sich daher für natürliche Ansätze und fragen sich, ob Cannabidiol

(CBD) einen Einfluss auf den Blutdruck haben könnte. Dieser Artikel gibt einen

Überblick über aktuelle Studien, mögliche Zusammenhänge und wichtige

medizinische Hinweise.


Überblick zu Forschung, möglichen Zusammenhängen und wichtigen Hinweisen

Bluthochdruck (Hypertonie) betrifft weltweit Millionen Menschen und gilt als einer der

wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Viele Betroffene

interessieren sich daher für natürliche Ansätze und stellen Fragen wie:

  • Kann Cannabidiol (CBD) den Blutdruck beeinflussen?

  • Welche Rolle spielt CBD im Herz-Kreislauf-System?

  • Gibt es wissenschaftliche Studien zu CBD und Blutdruck?

Dieser Beitrag gibt einen neutralen Überblick über die aktuelle Studienlage, mögliche

Zusammenhänge und wichtige Sicherheitsaspekte. Er ersetzt keine medizinische

Beratung.


Wie Cannabidiol im Körper wirkt

Cannabidiol (CBD) ist ein Bestandteil der Hanfpflanze und interagiert mit dem

sogenannten Endocannabinoid-System (ECS). Dieses System ist an vielen

physiologischen Prozessen beteiligt, darunter:

  • Stressregulation

  • Schlaf-Wach-Rhythmus

  • Entzündungsreaktionen

  • Funktionen des Herz-Kreislauf-Systems

Einige wissenschaftliche Arbeiten untersuchen deshalb, ob Cannabidiol indirekt

Einfluss auf Faktoren haben könnte, die auch mit dem Blutdruck zusammenhängen.


Forschung zu CBD und Blutdruck

Mehrere Studien haben untersucht, ob Cannabidiol kurzfristige Effekte auf den

Blutdruck haben kann.


Eine häufig zitierte Studie wurde 2017 im Fachjournal JCI Insight veröffentlicht. In

dieser Untersuchung erhielten gesunde Probanden eine einmalige Dosis CBD. Dabei

wurde beobachtet, dass:


  • der Ruheblutdruck kurzfristig niedriger war

  • unter Stressbedingungen geringere Blutdruckanstiege gemessen wurden

Diese Ergebnisse werden häufig diskutiert. Wissenschaftler betonen jedoch, dass:

  • die Studiengruppe sehr klein war

  • nur kurzfristige Effekte untersucht wurden

  • keine Aussagen über chronischen Bluthochdruck möglich sind

Daher gilt: Die Forschung befindet sich noch in einem frühen Stadium.


Was die Wissenschaft derzeit sagt

Der aktuelle Forschungsstand lässt sich vereinfacht so zusammenfassen:


Mögliche Beobachtungen in Studien

  • kurzfristige Veränderungen des Blutdrucks in kontrollierten Studien

  • mögliche Effekte auf Stressreaktionen

  • Einfluss auf bestimmte Gefäßfunktionen wird untersucht

Wichtige Einschränkungen

  • keine ausreichenden Langzeitstudien

  • keine gesicherten therapeutischen Empfehlungen

  • Wirkung kann individuell unterschiedlich sein

Aus diesem Grund betrachten Fachleute CBD derzeit nicht als Behandlung für

Bluthochdruck.


CBD und klassische Blutdruckmedikamente

Ein besonders wichtiger Punkt betrifft mögliche Wechselwirkungen mit

Medikamenten.


Cannabidiol kann bestimmte Leberenzyme (CYP450) beeinflussen. Diese Enzyme sind

für den Abbau vieler Medikamente verantwortlich, darunter auch einige

Blutdrucksenker.


Theoretisch könnte dies dazu führen, dass:

  • Medikamente langsamer abgebaut werden

  • ihre Wirkung stärker ausfällt

Aus diesem Grund empfehlen Fachpersonen:


Wer Medikamente einnimmt, sollte CBD nur nach ärztlicher Rücksprache verwenden.


Unterschied zwischen CBD und THC

Bei Diskussionen über Cannabis und Blutdruck ist es wichtig, zwischen verschiedenen

Inhaltsstoffen zu unterscheiden.


THC (Tetrahydrocannabinol)

  • psychoaktiv

  • kann kurzfristig Puls und Blutdruck beeinflussen

CBD (Cannabidiol)

  • nicht psychoaktiv

  • verursacht keinen Rauschzustand

Viele Produkte enthalten ausschließlich Cannabidiol oder nur sehr geringe THC-

Mengen.


Mögliche Risiken und Nebenwirkungen

Cannabidiol gilt allgemein als gut verträglich, dennoch können Nebenwirkungen

auftreten.


Mögliche Effekte können sein:

  • Müdigkeit

  • Schwindel

  • Veränderungen des Blutdrucks

  • Wechselwirkungen mit Medikamenten

Bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollte deshalb immer eine medizinische

Fachperson konsultiert werden.


Anwendung von CBD-Produkten

CBD wird in verschiedenen Produktformen angeboten, zum Beispiel:

Viele Anwender bevorzugen Öle, da sich die Menge relativ einfach dosieren lässt.

Dennoch gibt es keine allgemein gültige Dosierung für Blutdruck-Themen, da

Cannabidiol nicht als Therapie für Hypertonie zugelassen ist.


Lebensstil bleibt entscheidend

Unabhängig von möglichen pflanzlichen Ergänzungen gelten weiterhin die klassischen

Empfehlungen zur Unterstützung eines gesunden Herz-Kreislauf-Systems:

  • ausgewogene Ernährung

  • regelmäßige Bewegung

  • Stressreduktion

  • ausreichend Schlaf

  • ärztlich empfohlene Medikamente einnehmen

Diese Faktoren spielen eine wesentlich größere Rolle als einzelne

Nahrungsergänzungen.


Fazit

Die wissenschaftliche Forschung untersucht weiterhin mögliche Zusammenhänge

zwischen Cannabidiol und dem Herz-Kreislauf-System. Erste Studien zeigen

interessante Hinweise, jedoch sind viele Fragen noch offen.


Aktuell gilt daher:

  • Cannabidiol ist kein Ersatz für medizinische Behandlungen

  • mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten müssen berücksichtigt werden

  • bei Bluthochdruck sollte immer eine ärztliche Beratung erfolgen


FAQ – CBD und Blutdruck

Kann Cannabidiol (CBD) den Blutdruck beeinflussen?

Einige wissenschaftliche Studien untersuchen, ob Cannabidiol kurzfristige Effekte auf

den Blutdruck haben kann. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass CBD unter

bestimmten Bedingungen, etwa bei Stressreaktionen, Veränderungen des Blutdrucks

zeigen könnte. Die Forschung ist jedoch noch begrenzt, und es gibt derzeit keine

gesicherten medizinischen Empfehlungen.


Ist CBD eine Behandlung gegen Bluthochdruck?

Nein. Cannabidiol gilt nicht als medizinische Behandlung für Bluthochdruck. Personen

mit Hypertonie sollten sich immer an eine medizinische Fachperson wenden und

ärztlich empfohlene Therapien befolgen.


Kann CBD zusammen mit Blutdruckmedikamenten eingenommen werden?

Cannabidiol kann bestimmte Leberenzyme beeinflussen, die am Abbau vieler

Medikamente beteiligt sind. Deshalb kann es theoretisch zu Wechselwirkungen

kommen. Wer Blutdruckmedikamente einnimmt, sollte vor der Verwendung von CBD

ärztlichen Rat einholen.


Verursacht CBD ein „High“ oder psychoaktive Effekte?

Nein. Cannabidiol ist nicht psychoaktiv und verursacht keinen Rauschzustand. Der

psychoaktive Effekt von Cannabis wird hauptsächlich durch THC

(Tetrahydrocannabinol) ausgelöst.


Gibt es Nebenwirkungen bei CBD?

Cannabidiol gilt allgemein als gut verträglich. Dennoch können bei manchen

Menschen Nebenwirkungen auftreten, zum Beispiel Müdigkeit, Schwindel oder

Veränderungen des Blutdrucks. Bei bestehenden Erkrankungen oder

Medikamenteneinnahme sollte eine medizinische Fachperson konsultiert werden.


Ist CBD in der Schweiz legal?

Ja. CBD-Produkte sind in der Schweiz legal, sofern der THC-Gehalt unter 1 % liegt und

die geltenden gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden.


Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine

medizinische Beratung dar. Cannabidiol (CBD) ist kein Arzneimittel. Es werden keine

Heil- oder Gesundheitsversprechen abgegeben.


Rechtlicher Hinweis (Schweiz)

CBD-Produkte sind in der Schweiz legal, sofern der THC-Gehalt unter 1 % liegt. Die

Inhalte dieses Artikels beziehen sich auf die rechtliche Situation in der Schweiz.


Haftungsausschluss

Bei gesundheitlichen Beschwerden oder bestehenden Erkrankungen sollte stets eine

medizinische Fachperson konsultiert werden.

 
 

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