Wie entsteht CBD und woraus wird es gewonnen?
- 3. Feb.
- 6 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 7. Mai

Cannabidiol – besser bekannt als CBD – ist einer der bekanntesten natürlichen Inhaltsstoffe
der Hanfpflanze. Doch wie entsteht CBD, aus welchen Pflanzenteilen wird es gewonnen
und welche Verarbeitungsschritte sind für die Qualität entscheidend?
Dieser Beitrag erklärt sachlich und Schritt für Schritt, wie aus Hanfpflanzen ein
weiterverarbeitetes Cannabidiol-Produkt entstehen kann und welche Rolle Anbau, Ernte,
Extraktion, Verarbeitung und Laborprüfung dabei spielen.
Die Hanfpflanze – Ursprung des Cannabidiols
Was ist die Hanfpflanze?
Die Hanfpflanze, botanisch Cannabis sativa L., gehört zu den ältesten Nutzpflanzen der
Welt. Bereits seit Tausenden von Jahren wird Hanf für Fasern, Öle und verschiedene
Anwendungen genutzt.
Heute steht die Pflanze auch im Fokus moderner Pflanzen- und Rohstoffforschung.
Besonders interessant sind dabei die natürlichen Pflanzenbestandteile, darunter
Cannabinoide, Terpene und Flavonoide.
Cannabidiol, kurz CBD, gehört zu den bekanntesten Cannabinoiden der Hanfpflanze.
Wo befindet sich CBD in der Pflanze?
Cannabidiol kommt vor allem in den Blüten und blütennahen Pflanzenteilen weiblicher
Hanfpflanzen vor. Dort befinden sich feine Harzdrüsen, sogenannte Trichome.
Diese Trichome enthalten verschiedene natürliche Pflanzenbestandteile, darunter:
Cannabinoide
Terpene
Flavonoide
weitere pflanzliche Begleitstoffe
Je nach Sorte, Anbauweise, Erntezeitpunkt und Verarbeitung kann die Zusammensetzung
der Pflanzenbestandteile unterschiedlich ausfallen.
Nachhaltiger Hanfanbau in der Schweiz
Warum Schweizer Hanf eine wichtige Basis sein kann
Die Schweiz ist bekannt für hohe Qualitätsstandards in Landwirtschaft, Verarbeitung und Produktkontrolle. Für CBD-Produkte kann die Herkunft der Rohstoffe deshalb eine
wichtige Rolle spielen.
Beim Hanfanbau sind unter anderem folgende Punkte relevant:
kontrollierte Kultivierung
geeignete Sortenauswahl
saubere Anbaubedingungen
sorgfältige Ernte
schonende Trocknung
transparente Weiterverarbeitung
Diese Faktoren können die Qualität des späteren Extrakts und des Endprodukts
beeinflussen.
Vom Hanf zur Essenz – die Gewinnung von CBD
Nach der Ernte werden Hanfblüten kontrolliert getrocknet und für die Weiterverarbeitung
vorbereitet. Dieser Prozess ist wichtig, weil Feuchtigkeit, Lagerung und Verarbeitung die Zusammensetzung und Qualität des Pflanzenmaterials beeinflussen können.
Die Gewinnung von Cannabidiol erfolgt anschliessend mithilfe geeigneter
Extraktionsverfahren. Ziel ist es, bestimmte Pflanzenbestandteile aus dem Hanfmaterial zu
lösen und für die Weiterverarbeitung nutzbar zu machen.
Schritt für Schritt: Die Herstellung von CBD
1. Trocknung der Blüten
Die frisch geernteten Blüten werden bei kontrollierten Bedingungen getrocknet. Eine
schonende Trocknung kann helfen, empfindliche Pflanzenbestandteile möglichst gut zu
erhalten.
2. Mahlen und Vorbereitung
Das getrocknete Pflanzenmaterial wird zerkleinert, damit die Oberfläche für die Extraktion
vergrössert wird. Dadurch können die gewünschten Pflanzenbestandteile effizienter gelöst
werden.
3. Extraktion der Pflanzenstoffe
Mithilfe moderner Extraktionsverfahren werden Cannabinoide und weitere
Pflanzenbestandteile aus dem Hanfmaterial gelöst.
Häufig eingesetzte Verfahren sind beispielsweise:
CO₂-Extraktion
Ethanol-Extraktion
Öl-Extraktion
Welche Methode verwendet wird, beeinflusst Reinheit, Zusammensetzung und Charakter
des späteren Extrakts.
4. Filtration und Reinigung
Nach der Extraktion kann das gewonnene Extrakt weiter gefiltert und gereinigt werden.
Dabei werden unerwünschte pflanzliche Begleitstoffe wie Wachse oder Chlorophyll
reduziert.
5. Decarboxylierung
In der Hanfpflanze liegt Cannabidiol häufig zunächst in saurer Vorstufe vor, etwa als CBDA.
Durch kontrollierte Erwärmung kann CBDA in CBD umgewandelt werden.
Dieser Verarbeitungsschritt wird Decarboxylierung genannt.
6. Mischung und Abfüllung
Das gereinigte Extrakt kann anschliessend mit einem passenden Trägeröl kombiniert
werden. Häufig verwendete Trägeröle sind zum Beispiel Hanfsamenöl oder MCT-Öl.
Danach wird das Produkt abgefüllt, gekennzeichnet und je nach Anbieter analysiert oder
chargenbezogen dokumentiert.
Die verschiedenen Extraktionsmethoden im Vergleich
CO₂-Extraktion
Die CO₂-Extraktion gilt als moderne und saubere Methode zur Gewinnung pflanzlicher
Bestandteile. Dabei wird Kohlendioxid unter Druck eingesetzt, um Inhaltsstoffe aus dem
Pflanzenmaterial zu lösen.
Mögliche Vorteile dieser Methode:
keine klassischen Lösungsmittelrückstände
präzise Steuerung des Extraktionsprozesses
schonende Gewinnung pflanzlicher Bestandteile
geeignet für hochwertige Vollspektrum-Produkte
Die genaue Qualität hängt jedoch immer von Rohstoff, Technik, Prozessführung und
Laborprüfung ab.
Ethanol-Extraktion
Bei der Ethanol-Extraktion wird Alkohol als Lösungsmittel verwendet. Diese Methode kann
effizient sein, löst jedoch je nach Prozess auch pflanzliche Begleitstoffe wie Chlorophyll
mit.
Deshalb sind anschliessende Filtrations- und Reinigungsschritte besonders wichtig.
Öl-Extraktion
Bei der Öl-Extraktion dient ein pflanzliches Öl als Trägermedium. Diese Methode ist
vergleichsweise einfach, aber weniger präzise als moderne technische
Extraktionsverfahren.
Sie wird eher bei einfachen Anwendungen genutzt und ist für standardisierte
Premiumprodukte weniger verbreitet.
Full Spectrum, Broad Spectrum oder Isolat?
CBD-Produkte unterscheiden sich nicht nur durch ihre Konzentration, sondern auch durch
ihre Zusammensetzung.
Full Spectrum
Full Spectrum Produkte enthalten verschiedene natürliche Bestandteile der Hanfpflanze.
Dazu können Cannabinoide, Terpene und Flavonoide gehören.
In der Schweiz sind CBD-Produkte mit einem THC-Gehalt unter 1% erlaubt, sofern die
geltenden gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden.
Broad Spectrum
Broad Spectrum Produkte enthalten mehrere Pflanzenbestandteile, jedoch in der Regel
kein THC oder nur nicht nachweisbare Spuren, je nach Produkt und Analyse.
Diese Produkte werden häufig für Märkte mit strengeren gesetzlichen Vorgaben
eingesetzt.
CBD-Isolat
CBD-Isolat besteht aus isoliertem Cannabidiol. Weitere Pflanzenbestandteile wie Terpene
oder andere Cannabinoide sind in der Regel nicht enthalten.
Welche Variante bevorzugt wird, hängt von Produktart, Zusammensetzung, gesetzlichen
Vorgaben und persönlichen Präferenzen ab.
Der Entourage-Effekt – wissenschaftlich eingeordnet
Der Begriff Entourage-Effekt beschreibt in der Forschung das gemeinsame Vorkommen
verschiedener Pflanzenbestandteile innerhalb eines Extrakts.
Dabei wird untersucht, wie Cannabinoide, Terpene und andere Pflanzenstoffe gemeinsam
auftreten und in ihrer Zusammensetzung erhalten bleiben.
Dieser Effekt ist Gegenstand laufender wissenschaftlicher Untersuchungen. Aus diesem
Grund sollten daraus keine medizinischen Versprechen oder garantierten Wirkungen
abgeleitet werden.
Vom Extrakt zum Endprodukt
Nach der Extraktion wird Cannabidiol in verschiedene Produktformen verarbeitet. Dazu
gehören beispielsweise:
CBD Öl
CBD Öl besteht meist aus Cannabidiol-Extrakt und einem pflanzlichen Trägeröl. Wichtig
sind klare Angaben zu Konzentration, Trägeröl, THC-Gehalt und Produktkategorie.
CBD Blüten
CBD Blüten sind naturbelassene Hanfblüten mit gesetzlich zulässigem THC-Gehalt.
Qualität, Aroma und Zusammensetzung hängen von Sorte, Anbau, Trocknung und
Lagerung ab.
CBD Vape
CBD Vape Produkte basieren auf Hanfextrakten und weiteren Inhaltsstoffen. Hier sind
transparente Angaben zur Zusammensetzung besonders wichtig.
CBD Hash
CBD Hash ist ein konzentriertes Hanfprodukt mit erhöhtem Anteil an Harzbestandteilen.
Auch hier spielen Herkunft, Verarbeitung und Analysewerte eine wichtige Rolle.
CBD Kosmetik
CBD Kosmetikprodukte enthalten Cannabidiol als pflanzlichen Inhaltsstoff und werden je
nach Produktform für die äussere Anwendung angeboten.
Qualitätskontrolle und Laboranalyse
Eine verlässliche Qualitätskontrolle ist bei CBD-Produkten besonders wichtig.
Laboranalysen können helfen, zentrale Produktangaben nachvollziehbar zu machen.
Geprüft werden können unter anderem:
Cannabinoidprofil
CBD-Gehalt
THC-Gehalt
Rückstände wie Pestizide oder Lösungsmittel
mikrobiologische Reinheit
mögliche Schwermetalle
Chargenkonformität
Seriöse Anbieter stellen transparente Produktinformationen bereit und achten auf klare
Deklaration.
Warum Schweizer CBD-Produkte besonders sein können
Die Schweiz erlaubt CBD-Produkte mit einem THC-Gehalt unter 1%, sofern die geltenden
gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. Dadurch sind bestimmte Produktvarianten
möglich, die in anderen Ländern aufgrund strengerer Grenzwerte anders reguliert sein
können.
Schweizer CBD-Produkte werden häufig mit folgenden Faktoren verbunden:
klarer gesetzlicher Rahmen
hohe Qualitätsanforderungen
transparente Produktdeklaration
kontrollierte Rohstoffe
kurze Wege innerhalb der Schweiz
nachvollziehbare Verarbeitung
Vaporspirit verbindet diese Rahmenbedingungen mit langjähriger Erfahrung im Schweizer
CBD-Markt und legt Wert auf transparente Produktstandards.
Forschung und Entwicklung – ein dynamisches Feld
Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Cannabidiol und der Hanfpflanze entwickelt
sich laufend weiter.
Untersucht werden unter anderem Zusammenhänge zwischen Cannabinoiden, Terpenen, Pflanzenextrakten und dem Endocannabinoid-System.
Diese Forschung dient der besseren Einordnung pflanzlicher Inhaltsstoffe und ihrer
Eigenschaften. Sie ersetzt jedoch keine medizinische Beratung und bedeutet nicht, dass
CBD-Produkte Arzneimittel sind.
Fazit: Vom Hanf zum geprüften Produkt
Cannabidiol entsteht durch einen mehrstufigen Prozess – von der angebauten Hanfpflanze
über Ernte, Trocknung und Extraktion bis hin zur Verarbeitung und Laborprüfung.
Entscheidend für ein hochwertiges CBD-Produkt sind:
sorgfältige Rohstoffauswahl
kontrollierter Anbau
schonende Verarbeitung
geeignete Extraktionsmethode
transparente Inhaltsstoffe
klare CBD- und THC-Deklaration
Laborprüfung und Qualitätskontrolle
Vaporspirit steht seit 2015 für Schweizer CBD-Produkte, transparente
Produktinformationen und geprüfte Qualität im gesetzlichen Rahmen.
FAQ – Wie entsteht CBD?
Wie entsteht Cannabidiol?
Cannabidiol entsteht als natürlicher Pflanzenbestandteil in der Hanfpflanze. Nach der Ernte
werden die Blüten getrocknet, weiterverarbeitet und mithilfe geeigneter
Extraktionsverfahren können pflanzliche Inhaltsstoffe aus dem Pflanzenmaterial gewonnen
werden.
Aus welchen Teilen der Hanfpflanze wird CBD gewonnen?
CBD kommt überwiegend in den Blüten und blütennahen Pflanzenteilen weiblicher
Hanfpflanzen vor. Dort befinden sich Trichome, die Cannabinoide, Terpene und weitere Pflanzenbestandteile enthalten.
Was sind Trichome?
Trichome sind mikroskopisch kleine Harzdrüsen auf der Oberfläche der Hanfpflanze. Sie
enthalten verschiedene natürliche Pflanzenstoffe, darunter Cannabinoide, Terpene und
Flavonoide.
Welche Rolle spielt der Hanfanbau für die Qualität von CBD?
Die Qualität des Hanfs ist ein wichtiger Faktor. Herkunft, Sorte, Anbaumethode, Boden,
Klima, Erntezeitpunkt, Trocknung und Lagerung können die Zusammensetzung der
pflanzlichen Rohstoffe beeinflussen.
Warum wird Schweizer Hanf häufig für CBD-Produkte verwendet?
Schweizer Hanf wird häufig mit hohen Qualitätsanforderungen, kontrollierten
Bedingungen und klaren gesetzlichen Vorgaben verbunden. Auch der Schweizer THC-
Grenzwert unter 1% spielt eine wichtige Rolle.
Wie wird CBD aus der Hanfpflanze extrahiert?
Zur Gewinnung von Cannabidiol werden verschiedene Extraktionsmethoden eingesetzt,
darunter CO₂-Extraktion, Ethanol-Extraktion oder Öl-Extraktion. Diese Verfahren dienen
dazu, pflanzliche Inhaltsstoffe aus dem Hanfmaterial zu lösen.
Was ist die CO₂-Extraktion?
Die CO₂-Extraktion ist ein modernes Verfahren, bei dem Kohlendioxid unter Druck
eingesetzt wird, um Pflanzenstoffe aus Hanf zu extrahieren. Sie gilt als präzise und sauber,
sofern der Prozess fachgerecht durchgeführt wird.
Was bedeutet Full Spectrum bei CBD-Produkten?
Full Spectrum beschreibt Produkte, die neben Cannabidiol weitere natürliche
Pflanzenbestandteile aus der Hanfpflanze enthalten können. Die genaue
Zusammensetzung hängt vom Herstellungsverfahren und den gesetzlichen
Rahmenbedingungen ab.
Ist CBD in der Schweiz legal?
Ja. CBD-Produkte sind in der Schweiz legal, sofern der THC-Gehalt unter 1% liegt und
die geltenden gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden.
Ist Cannabidiol ein Arzneimittel?
Nein. Cannabidiol gilt in der Schweiz nicht automatisch als Arzneimittel. Produkte mit CBD
werden je nach Produktkategorie angeboten, zum Beispiel als Aroma-, Kosmetik- oder
andere gesetzlich zulässige Produkte. Medizinische Heilversprechen sind nicht erlaubt.
Hinweis
Dieser Beitrag dient ausschliesslich der allgemeinen Information und stellt keine
medizinische Beratung dar. Cannabidiol ist kein Arzneimittel, sofern es nicht ausdrücklich
als solches zugelassen wurde. Es werden keine Heil- oder Gesundheitsversprechen
abgegeben.
Rechtlicher Hinweis Schweiz
CBD-Produkte sind in der Schweiz legal, sofern der THC-Gehalt unter 1% liegt und die
geltenden gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. Die Inhalte beziehen sich
ausschliesslich auf die rechtliche Situation in der Schweiz.
Haftungsausschluss
Bei gesundheitlichen Beschwerden, bestehenden Erkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit
oder der Einnahme von Medikamenten sollte stets medizinisches Fachpersonal konsultiert
werden.

