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Wie entsteht CBD? Von der Hanfpflanze bis zum fertigen CBD Öl

3. Feb.
5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 23. Juli

Wie entsteht CBD und woraus wird es gewonnen?

CBD entsteht nicht direkt in der Hanfpflanze: Die Pflanze bildet zunächst die Säureform CBDA, die erst durch Wärme in CBD umgewandelt wird – dieser Vorgang heisst Decarboxylierung. Für ein CBD Öl werden die Wirkstoffe anschliessend aus den Blüten gelöst, meist per CO2-Extraktion, und mit einem Trägeröl gemischt. In diesem Beitrag erfährst du, wie CBD in der Pflanze entsteht, wie THC und CBD entstehen und worin sie sich unterscheiden – und wie du CBD Öl selber herstellen kannst.

 

Wie entsteht CBD in der Hanfpflanze?

Alles beginnt mit CBGA, dem sogenannten Mutter-Cannabinoid. Aus dieser Vorstufe bildet die Pflanze mithilfe pflanzeneigener Enzyme die verschiedenen Cannabinoide. Das Enzym CBDA-Synthase wandelt CBGA in CBDA um – die Säureform von Cannabidiol. Eine frische, ungetrocknete Blüte enthält also fast kein CBD, sondern überwiegend CBDA. Erst Wärme oder eine längere Lagerung sorgen dafür, dass CBDA in CBD umgewandelt wird.

Wie viel CBD eine Sorte am Ende liefert, entscheidet die Genetik: CBD-reiche Nutzhanfsorten produzieren viel CBDA und nur wenig THCA. Deshalb sind unsere Schweizer CBD Blüten cbd-reicher und bleiben gleichzeitig bei niedrigem THC-Gehalt.

 

Wie THC und CBD entstehen – der entscheidende Unterschied

THC und CBD haben denselben Ursprung: Beide entstehen aus CBGA. Den Ausschlag gibt allein das Enzym. Wirkt die THCA-Synthase, entsteht THCA – die Vorstufe des berauschenden THC. Wirkt die CBDA-Synthase, entsteht CBDA und damit die Grundlage von CBD. Welches Enzym eine Pflanze überwiegend bildet, ist genetisch festgelegt und lässt sich nicht durch die Anbaumethode umkehren.

Für die Praxis heisst das: Legale Schweizer Hanfsorten sind so gezüchtet, dass sie kaum THC enthalten – gesetzlich erlaubt sind unter 1 Prozent, damit sind die Produkte in der Schweiz frei verkäuflich. Mehr zur Rechtslage liest du in unserem Beitrag Ist CBD in der Schweiz legal?.

 

Decarboxylierung: Wie aus CBDA das CBD entsteht

Die Decarboxylierung ist der Schlüsselschritt der Herstellung von CBD. Dabei spaltet sich unter Wärmeeinwirkung eine Kohlendioxid-Gruppe vom CBDA-Molekül ab – zurück bleibt CBD. Entscheidend ist die Temperatur: Bei niedriger Temperatur läuft der Vorgang langsam, aber schonend ab. Bei zu hoher Temperatur verdampfen die empfindlichen Terpene, und ein Teil der Wirkstoffe geht verloren. Als Richtwert gelten rund 110 bis 120 Grad über etwa 40 Minuten.

Genau dieser Effekt ist auch beim Verdampfen relevant – wie du die richtige Temperatur wählst, erklärt unser Beitrag CBD Blüten rauchen oder verdampfen.

 

Wie entsteht CBD Öl? Die professionelle Öl-Herstellung

Für ein fertiges CBD Produkt müssen die Wirkstoffe aus dem Pflanzenmaterial gelöst werden. Die drei gängigen Verfahren der Öl-Extraktion im Überblick:

Methode

So funktioniert sie

Ergebnis

CO2-Extraktion

Kohlendioxid löst bei kontrolliertem Druck die Wirkstoffe aus den Blüten

Sehr reiner CBD Extrakt, schonend für Cannabinoide und Terpene – Industriestandard

Alkohol-Extraktion

Ethanol löst die Pflanzenstoffe, danach wird das Lösungsmittel entfernt

Hohe Ausbeute, erfordert saubere Nachbearbeitung

Öl-Extraktion

Blüten werden in Fett bei niedriger Temperatur ausgezogen

Einfache Methode, auch zu Hause möglich – Gehalt aber nicht exakt bestimmbar

Nach der Extraktion wird der CBD Extrakt mit einem Trägeröl auf die gewünschte Konzentration gebracht – häufig mit Hanfsamenöl, Olivenöl oder MCT Öl. Welches Trägeröl welche Vorteile bietet, zeigt unser Vergleich MCT-Öl vs. Hanfsamenöl. So entstehen CBD Öle mit reproduzierbarem Gehalt, deren Zusammensetzung an Cannabinoiden und Terpenen im Labor geprüft wird – wie du ein solches Zertifikat liest, erklärt der Beitrag zur CBD Laboranalyse.


CBD Öl selber herstellen

CBD Öl selber herstellen – Schritt-für-Schritt Anleitung

Wer CBD Öl selber machen möchte, nutzt die einfache Methode der Fett-Extraktion. Sie kommt ohne technische Ausrüstung aus und funktioniert komplett ohne Alkohol. Voraussetzung sind legale CBD Blüten mit niedrigem THC Gehalt. So gehst du vor, um CBD Öl zu Hause herzustellen:

Schritt

Was du tust

Temperatur / Zeit

1

CBD Blüten grob zerkleinern (nicht pulverisieren)

2

Decarboxylieren: Blüten auf Backpapier im Ofen erhitzen, damit CBDA in CBD umgewandelt wird

ca. 110–120 °C, rund 40 Minuten

3

Blüten mit dem Trägeröl in ein hitzefestes Glas geben (ca. 10 g Blüten auf 250 ml Öl)

4

Glas im Wasserbad ziehen lassen, gelegentlich umrühren

ca. 70–80 °C, 2–3 Stunden

5

Durch ein feines Sieb oder Tuch abseihen

6

In eine dunkle Glasflasche abfüllen, kühl und lichtgeschützt lagern

haltbar etwa 1 Monat bis wenige Monate

Wichtig: Ohne den Decarboxylierungs-Schritt bleibt das meiste CBDA erhalten und wird nicht in CBD umgewandelt – das fertige Öl enthält dann kaum wirksames Cannabidiol.

 

CBD Öl selber herstellen mit Olivenöl, Kokosöl oder MCT Öl

Welches Fett du wählst, beeinflusst Geschmack, Haltbarkeit und Konsistenz:

CBD Öl selber herstellen mit Olivenöl: kräftig-fruchtiger Geschmack, gut verfügbar, reich an Antioxidantien. Ideal für alle, die den mediterranen Charakter mögen.

CBD Öl selber herstellen mit Kokosöl: hoher Anteil gesättigter Fettsäuren, sehr lange haltbar, wird bei Zimmertemperatur fest – praktisch für Cremes und Balsame.

CBD Öl selber herstellen mit MCT Öl: neutral im Geschmack, bleibt flüssig, wird vom Körper schnell aufgenommen – die gängigste Wahl für Tropfen.

 

Grenzen der Eigenherstellung

So spannend das Experiment ist: Selbst hergestellte Öle enthält der Kühlschrank am Ende zwar – nur weiss niemand, wie viel CBD wirklich drin ist. Wie viel CBD tatsächlich im fertigen Öl steckt, lässt sich zu Hause nicht messen – die Dosierung bleibt Schätzung. Auch Reinheit und Haltbarkeit sind ohne Laboranalyse nicht überprüfbar. Wer exakt dosieren möchte, greift deshalb besser zu einem geprüften Produkt: Unsere Bio CBD Öle aus Schweizer Produktion werden schonend hergestellt und für jede Charge im unabhängigen Labor analysiert. Wie du sie richtig dosierst, steht im Guide zur CBD Öl Dosierung.

 

Häufige Fragen zur Entstehung von CBD

Wie entsteht CBD Öl in der Industrie?

Die Blüten werden decarboxyliert und die Wirkstoffe meist per CO2-Extraktion gelöst. Der so gewonnene CBD Extrakt wird anschliessend mit einem Trägeröl auf die gewünschte Konzentration verdünnt.

 

Enthalten CBD Blüten von Natur aus CBD?

Nein, frische Blüten enthalten überwiegend CBDA. Erst durch Wärme wird CBDA in CBD umgewandelt – deshalb ist die Decarboxylierung ein zentraler Schritt bei der Öl-Herstellung.

 

Ist selbst hergestelltes CBD Öl in der Schweiz legal?

Für den Eigenbedarf aus legal gekauften Blüten mit unter 1 Prozent THC ist die Herstellung zulässig. Der Verkauf selbst hergestellter Öle unterliegt dagegen strengen Auflagen.

 

Wie lange ist selbst gemachtes CBD Öl haltbar?

Kühl, dunkel und gut verschlossen gelagert hält es sich in der Regel etwa 1 Monat bis wenige Monate. Ein ranziger Geruch ist ein Zeichen, es zu entsorgen.

 

Kann beim Selbermachen versehentlich THC entstehen?

Nein. Wie viel THC enthalten ist, hängt allein von der Ausgangssorte ab. Aus CBD-reichen Blüten mit niedrigem THC-Gehalt entsteht auch beim Erhitzen kein zusätzliches THC.

 

Fazit: CBD entsteht über den Umweg CBDA – erst Wärme macht daraus das Cannabidiol, das wir kennen. Ob du CBD Öl herzustellen selbst ausprobierst oder ein fertiges Produkt wählst: Entscheidend sind die Qualität der Ausgangsblüten und eine schonende Verarbeitung. Beides findest du in unserem CBD Shop.

 

Hinweis: CBD Produkte sind keine Heilmittel und ersetzen keine ärztliche Beratung. Dieser Artikel dient ausschliesslich der allgemeinen Information und bezieht sich auf die Schweizer Rechtslage. Abgabe nur an Erwachsene. Zuletzt geprüft: Juli 2026.

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