HHC in der Schweiz: Rechtslage, Risiken und Unterschied zu CBD
- 7. Mai
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 11. Mai

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschliesslich der allgemeinen Information über die Rechtslage und mögliche Risiken von HHC in der Schweiz. Er ist keine Kaufempfehlung, keine medizinische Beratung und keine rechtliche Beratung. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an eine zuständige Fachstelle.
HHC (Hexahydrocannabinol) wurde in den letzten Jahren in Europa über Vapes, Liquids,
Edibles und andere Hanfprodukte bekannt und teilweise als „legale Alternative zu THC"
beworben. Für die Schweiz ist diese Darstellung nicht korrekt: Der Bundesrat hat HHC
per 31. März 2023 auf die Liste der verbotenen psychoaktiven Substanzen gesetzt. Herstellung,
Handel und Import sind damit verboten.
Was ist HHC?
HHC steht für Hexahydrocannabinol und gehört zur Gruppe der Cannabinoide.
Cannabinoide sind chemische Verbindungen, die mit der Cannabispflanze in Verbindung
stehen oder aus anderen Cannabinoiden hergestellt werden können.
HHC kommt in der Cannabispflanze nur in sehr geringen Mengen natürlich vor.
Kommerzielle HHC-Produkte werden deshalb meist durch chemische Umwandlungsprozesse
gewonnen. Aus diesem Grund wird HHC als halbsynthetisches Cannabinoid bezeichnet.
Genau dieser Punkt ist wichtig: Bei halbsynthetischen Cannabinoiden sind Reinheit,
Herstellungsqualität, Rückstände und mögliche Nebenprodukte oft nicht transparent.
Ohne unabhängige Laborprüfung ist für Konsumierende kaum nachvollziehbar, was ein
Produkt tatsächlich enthält.
Ist HHC in der Schweiz legal?
Nein. HHC ist in der Schweiz nicht legal.
Seit dem 31. März 2023 ist HHC in der Schweiz auf der Liste verbotener psychoaktiver
Substanzen und wird damit den verbotenen Betäubungsmitteln zugeordnet. Herstellung,
Handel, Import und Besitz sind nicht erlaubt.
Auch der Bezug aus dem Ausland ist problematisch: Die Kantonspolizei Uri weist ausdrücklich
darauf hin, dass HHC auf der Liste verbotener Substanzen steht und der Import in die Schweiz
verboten ist.
Warum wurde HHC verboten?
HHC zählt zu den neuen psychoaktiven Substanzen (NPS). Solche Stoffe haben oft ähnliche
Risiken wie bekannte Betäubungsmittel, werden aber zunächst als vermeintlich legale
Alternativen vermarktet — häufig auch als „Legal Highs", „Designerdrogen" oder
„Research Chemicals".
Drei Punkte machen HHC aus Sicht der Behörden problematisch:
HHC kann psychoaktiv wirken und ähnliche Effekte wie THC auslösen.
Die Zusammensetzung kommerzieller Produkte ist häufig nicht transparent.
Die wissenschaftliche Datenlage zu Wirkung und Langzeitfolgen ist begrenzt.
Aus diesen Gründen ist eine klare rechtliche und gesundheitliche Einordnung wichtig.
HHC, CBD und THC: Wo liegen die Unterschiede?
Obwohl HHC, CBD und THC alle zur Gruppe der Cannabinoide gehören, unterscheiden
sie sich grundlegend.
CBD (Cannabidiol) ist nicht berauschend. In der Schweiz können CBD-Produkte legal sein,
sofern sie die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und der THC-Gehalt unter 1 % liegt.
THC (Tetrahydrocannabinol) ist das bekannteste psychoaktive Cannabinoid der Cannabispflanze
und in der Schweiz streng reguliert.
HHC (Hexahydrocannabinol) ist ein psychoaktives, THC-ähnliches Cannabinoid.
Es sollte nicht mit CBD gleichgesetzt werden, da HHC berauschende Effekte auslösen
kann und in der Schweiz verboten ist.
Warum HHC nicht mit CBD verwechselt werden darf
Online werden HHC und CBD manchmal in einem Atemzug genannt. Das führt zu
Missverständnissen. Ein Produkt ist nicht automatisch legal oder unproblematisch,
nur weil es aus dem Hanfbereich stammt oder als Cannabinoid bezeichnet wird.
CBD ist nicht berauschend und in der Schweiz unter klaren Vorgaben verkäuflich —
HHC hingegen ist psychoaktiv und verboten.
Welche Risiken werden bei HHC diskutiert?
Die wissenschaftliche Datenlage zu HHC ist begrenzt. Diskutiert werden unter anderem
folgende mögliche unerwünschte Effekte:
Schwindel und Benommenheit
Angstgefühle und Unruhe
Konzentrationsprobleme
veränderte Wahrnehmung
Herzklopfen
Müdigkeit
eingeschränkte Reaktionsfähigkeit
Diese Punkte zeigen, warum HHC nicht als harmloses Lifestyle-Produkt eingeordnet
werden sollte.
HHC und Drogentest
HHC ist strukturell mit THC verwandt. Im Körper können möglicherweise ähnliche
Abbauprodukte entstehen, sodass ein Risiko bei Drogentests nicht ausgeschlossen
werden kann. Wer beruflich, verkehrsrechtlich oder privat auf Drogentests achten muss,
sollte HHC daher nicht konsumieren. Unabhängig davon ist HHC in der Schweiz ohnehin
verboten.
HHC und Strassenverkehr
Da HHC psychoaktiv wirken kann, beeinflusst es potenziell Aufmerksamkeit,
Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit. HHC ist deshalb nicht mit Autofahren,
dem Bedienen von Maschinen oder anderen sicherheitsrelevanten Tätigkeiten vereinbar.
Hinzu kommt: Konsum und Umgang mit HHC können in der Schweiz rechtliche Folgen haben.
Warum Verkaufsversprechen bei HHC problematisch sind
Werbeaussagen wie „HHC kaufen", „HHC legal" oder „HHC als Alternative zu THC"
sind rechtlich falsch, irreführend oder gesundheitlich riskant. Besonders kritisch sind
medizinische oder gesundheitsbezogene Aussagen: HHC ist kein Arzneimittel und darf
nicht mit Heilversprechen, Wirkversprechen oder therapeutischen Aussagen beworben
werden.
Ein seriöser Informationsbeitrag macht deshalb klar:
HHC ist in der Schweiz nicht legal.
HHC kann psychoaktiv wirken.
Die Datenlage zu Risiken ist begrenzt.
HHC ist nicht mit CBD gleichzusetzen.
Es gibt keine Kaufempfehlung und keine medizinischen Versprechen.
Was bedeutet das für Konsumierende?
Wer online auf HHC-Produkte stösst, sollte besonders vorsichtig sein. Auch wenn ein
Produkt in einem ausländischen Online-Shop erhältlich ist, bedeutet das nicht, dass Bestellung,
Import oder Besitz in der Schweiz erlaubt sind. Die Kantonspolizei Uri weist ausdrücklich
darauf hin, dass der Import von HHC in die Schweiz verboten ist.
Legale CBD-Produkte sind nicht dasselbe wie HHC
CBD-Produkte mit einem THC-Gehalt unter 1 % können in der Schweiz legal sein,
sofern alle weiteren gesetzlichen Anforderungen eingehalten werden. Dazu zählen
beispielsweise korrekt deklarierte CBD-Öle, CBD-Blüten und andere Hanfprodukte.
HHC gehört nicht in diese Kategorie. Es ist kein normales CBD-Produkt, sondern
eine in der Schweiz verbotene psychoaktive Substanz. Eine klare Trennung zwischen
CBD und HHC ist deshalb essenziell.
Fazit
HHC wurde in den letzten Jahren stark beworben und teilweise als „legale Alternative
zu THC" dargestellt. Für die Schweiz ist diese Darstellung falsch: HHC ist seit dem
31. März 2023 verboten — Herstellung, Handel und Import sind nicht erlaubt,
auch der Bezug über ausländische Online-Shops kann rechtliche Folgen haben.
Wer sich seriös informieren möchte, sollte HHC nicht beworben, nicht als legal
dargestellt und nicht mit CBD verwechselt sehen. Dieser Beitrag dient ausschliesslich
der Aufklärung über Cannabinoide, Rechtslage und mögliche Risiken.
Häufige Fragen zu HHC (FAQ)
Was ist HHC?
HHC steht für Hexahydrocannabinol. Es ist ein Cannabinoid, das psychoaktiv
wirken kann und häufig halbsynthetisch hergestellt wird.
Ist HHC in der Schweiz legal?
Nein. HHC ist seit dem 31. März 2023 in der Schweiz verboten.
Darf man HHC in die Schweiz importieren?
Nein. Der Import von HHC in die Schweiz ist verboten und kann rechtliche Folgen haben.
Ist HHC dasselbe wie CBD?
Nein. CBD ist nicht berauschend und in der Schweiz unter bestimmten Voraussetzungen
legal. HHC ist psychoaktiv und verboten.
Kann HHC berauschend wirken?
Ja. HHC kann psychoaktive Effekte auslösen und Wahrnehmung, Reaktionsfähigkeit
sowie Konzentration beeinflussen.
Ist HHC ein Arzneimittel?
Nein. HHC ist kein Arzneimittel und darf nicht mit medizinischen Wirkversprechen
beworben werden.
Ist HHC beim Autofahren problematisch?
Ja. Wegen möglicher psychoaktiver Effekte ist HHC nicht mit Autofahren oder
sicherheitsrelevanten Tätigkeiten vereinbar. Zudem ist HHC in der Schweiz verboten.

