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Was bedeutet „Swiss Made“ bei CBD wirklich?

  • 9. Feb.
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 23. Juli

Was bedeutet „Swiss Made“ bei CBD wirklich?

Swiss Made CBD: Was das Schweizer Qualitätsversprechen wirklich bedeutet

«Swiss Made» ist bei CBD kein reines Werbewort, sondern rechtlich geregelt: Damit ein Lebensmittel so bezeichnet werden darf, müssen mindestens 80 Prozent des Rohstoffgewichts aus der Schweiz stammen und der wesentliche Verarbeitungsschritt im Inland erfolgen. Bei industriellen Produkten wie Kosmetika liegt die Schwelle bei 60 Prozent der Herstellungskosten. Für dich als Kundin oder Kunde heisst das: Swiss Made CBD steht für nachvollziehbare Herkunft, strenge Kontrollen und den Schweizer THC-Grenzwert von unter 1 Prozent – vorausgesetzt, der Anbieter kann es belegen.

 

Was «Swiss Made» rechtlich bedeutet

Seit der Swissness-Gesetzgebung darf das Schweizerkreuz und die Herkunftsangabe «Schweiz» nicht mehr beliebig verwendet werden. Je nach Produktkategorie gelten unterschiedliche Anforderungen:

Produktkategorie

Anforderung an «Swiss Made»

Beispiel bei CBD

Lebensmittel

Mindestens 80 % des Rohstoffgewichts aus der Schweiz, plus wesentlicher Verarbeitungsschritt im Inland

CBD Öl, das als Lebensmittel oder Aromaprodukt deklariert ist

Industrielle Produkte

Mindestens 60 % der Herstellungskosten fallen in der Schweiz an

Vaporizer, Zubehör

Kosmetika

Gelten als industrielle Produkte – 60-Prozent-Regel plus Verarbeitung im Inland

CBD Cremes und Salben

Naturprodukte

Ort der Gewinnung entscheidet

CBD Blüten aus Schweizer Anbau

Wichtig zu wissen: Ein Produkt, dessen Rohstoff im Ausland angebaut und lediglich in der Schweiz abgefüllt wurde, erfüllt diese Kriterien in der Regel nicht. Genau hier trennt sich echtes Swiss Made CBD von reiner Etikettenkosmetik.

 

Warum die Herkunft bei CBD besonders zählt

Hanf ist eine Pflanze, die Stoffe aus dem Boden aufnimmt – darunter auch Schwermetalle und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Man spricht in der Landwirtschaft sogar von Phytosanierung, weil Hanf belastete Böden regelrecht reinigt. Für ein Konsumprodukt bedeutet das: Der Anbauort entscheidet direkt über die Reinheit des Endprodukts.

Schweizer Anbau bringt hier klare Vorteile: kontrollierte Böden, strenge Vorgaben für Pflanzenschutzmittel, saubere Wasserqualität und eine lückenlose Dokumentation vom Feld bis zur Flasche. Wie diese Werte im Labor überprüft werden, erklärt unser Beitrag zur CBD Laboranalyse.

 

Die Schweizer Rechtslage: der 1-Prozent-Grenzwert

Die Schweiz gehört zu den liberalsten CBD-Märkten Europas. Produkte gelten hier nicht als Betäubungsmittel, solange der Gesamt-THC-Gehalt unter 1 Prozent liegt. In der EU sind es je nach Land nur 0,2 bis 0,3 Prozent. Dieser Unterschied ist keine Formalie: Schweizer Sorten dürfen ein volleres Cannabinoid-Profil aufweisen, was sich auf Aroma und Wirkungsempfinden auswirkt.

Gleichzeitig gelten klare Grenzen: CBD Produkte sind keine Heilmittel und dürfen nicht mit Gesundheitsversprechen beworben werden. Je nach Deklaration als Aromaprodukt, Kosmetikum oder Rauchware greifen unterschiedliche Vorschriften. Alle Details findest du im Beitrag Ist CBD in der Schweiz legal?.

 

Woran du echtes Swiss Made CBD erkennst

Ein seriöser Anbieter macht die Herkunft überprüfbar statt sie nur zu behaupten. Diese fünf Punkte solltest du prüfen, bevor du kaufst.

Erstens: Wird der Anbauort konkret benannt – also Kanton oder Betrieb – oder steht dort nur vage «aus der Schweiz»? Zweitens: Gibt es zu jeder Charge ein Analysezertifikat eines unabhängigen Labors, das nicht nur den CBD-Gehalt, sondern auch Schwermetalle und Pestizide ausweist? Drittens: Stimmt die Chargennummer auf dem Zertifikat mit der auf deinem Produkt überein?

Viertens: Ist die Deklaration vollständig, inklusive Trägeröl, Extraktionsverfahren und THC-Gehalt? Und fünftens: Existiert der Anbieter physisch, mit Adresse, Ladengeschäft und erreichbarem Kundendienst? Unser Team erreichst du telefonisch oder per WhatsApp, und unser Laden steht an der Rosengartenstrasse 3 in Zürich – mehr dazu auf der Seite über uns.

 

Swiss Made CBD im Vergleich zur Importware

Der Preisunterschied zwischen Schweizer und importierten Produkten hat konkrete Gründe. Die folgende Übersicht zeigt, wofür der Aufpreis steht:

Merkmal

Swiss Made CBD

Importware

THC-Grenzwert

Unter 1 % nach Schweizer Recht

EU meist 0,2–0,3 % – Sorten und Wirkprofil unterscheiden sich

Kontrolle

Kantonale Laborstichproben, klare Deklarationspflichten

Je nach Herkunftsland sehr unterschiedlich

Rückverfolgbarkeit

Anbaubetrieb und Charge meist benennbar

Oft nur Importeur bekannt

Transportwege

Kurz, kein Zoll

Lang, Zollabwicklung möglich

Laboranalysen

Üblicherweise pro Charge verfügbar

Teilweise nur Sammelanalysen oder gar keine

 

Eine Stufe über Swiss Made: Bio Suisse und Demeter

Swiss Made sagt etwas über die Herkunft aus, aber nichts über die Anbaumethode. Wer beides will, achtet zusätzlich auf Bio-Zertifizierungen. Die Bio-Suisse-Knospe verlangt biologischen Anbau ohne synthetische Pestizide und Kunstdünger. Demeter geht als biodynamischer Standard noch weiter und stellt Anforderungen an den gesamten landwirtschaftlichen Kreislauf.

Unsere Bio CBD Öle und CBD Blüten stammen aus Schweizer Anbau nach Bio-Suisse- und Demeter-Richtlinien. Diese Kombination – Schweizer Herkunft plus zertifizierter Bio-Anbau – ist im CBD Markt nach wie vor selten.

 

Vom Feld bis zur Flasche: der Weg eines Schweizer CBD Öls

Nach der Ernte werden die Blüten schonend getrocknet und ausgehärtet. Anschliessend werden die Wirkstoffe extrahiert, meist per CO2-Verfahren, und mit einem Trägeröl auf die gewünschte Konzentration gebracht. Wie dieser Prozess im Detail abläuft und warum die Temperatur dabei entscheidend ist, liest du im Beitrag Wie entsteht CBD?.

Jede fertige Charge geht danach ins unabhängige Labor. Erst wenn Cannabinoid-Gehalt, THC-Wert und Schadstofffreiheit bestätigt sind, gelangt sie in den Verkauf. Das komplette Sortiment findest du in unserem CBD Shop.

 

Häufige Fragen zu Swiss Made CBD

Ist «Swiss Made» bei CBD gesetzlich geschützt?

Ja. Die Herkunftsangabe unterliegt der Swissness-Gesetzgebung. Bei Lebensmitteln müssen mindestens 80 Prozent des Rohstoffgewichts aus der Schweiz stammen, bei industriellen Produkten mindestens 60 Prozent der Herstellungskosten.

 

Reicht es, wenn CBD Öl in der Schweiz abgefüllt wird?

Nein. Reines Abfüllen gilt nicht als wesentlicher Verarbeitungsschritt. Entscheidend sind die Herkunft der Rohstoffe und der Ort der wertgebenden Verarbeitung.

 

Warum ist Schweizer CBD teurer als Importware?

Höhere Löhne, strengere Anbauvorschriften, Bio-Zertifizierungen und Laboranalysen pro Charge schlagen sich im Preis nieder. Dafür sind Herkunft und Reinheit nachvollziehbar.

 

Gilt der Schweizer THC-Grenzwert auch im Ausland?

Nein. In der EU liegen die Grenzwerte bei 0,2 bis 0,3 Prozent. Ein in der Schweiz legales Produkt kann bei der Ausfuhr problematisch sein – informiere dich vor einer Reise über die Regeln des Ziellandes.

 

Woran erkenne ich, dass ein Analysezertifikat echt ist?

Es stammt von einem unabhängigen, akkreditierten Labor, nennt Analysedatum und Chargennummer und weist neben den Cannabinoiden auch Schwermetalle und Pestizide aus.

 

Ist Swiss Made automatisch Bio?

Nein. Swiss Made bezieht sich auf die Herkunft, nicht auf die Anbaumethode. Für biologischen Anbau brauchst du zusätzlich eine Zertifizierung wie Bio Suisse oder Demeter.

 

Fazit: Swiss Made ist bei CBD ein belastbares Qualitätssignal – aber nur, wenn es mit überprüfbaren Angaben hinterlegt ist. Frage im Zweifel nach dem Analysezertifikat und dem Anbauort. Wer beides transparent liefert, hat nichts zu verbergen.

 

Hinweis: CBD Produkte sind keine Heilmittel und ersetzen keine ärztliche Beratung. Dieser Beitrag dient ausschliesslich der allgemeinen Information und bezieht sich auf die Schweizer Rechtslage. Abgabe nur an Erwachsene. Zuletzt geprüft: Juli 2026.

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