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Cannabis Tinktur herstellen – Anleitung, Zutaten & wichtige Hinweise

  • 4. Mai
  • 4 Min. Lesezeit
Medizinisches Cannabisöl herstellen

Das Herstellen einer Cannabis Tinktur ist eine bekannte Methode, um Pflanzenbestandteile

der Cannabispflanze in flüssiger Form aufzubereiten. Tinkturen und Ölauszüge

unterscheiden sich vor allem durch ihre Basis, etwa Alkohol oder Trägeröl.


In diesem Beitrag erfährst du sachlich, welche Zutaten häufig verwendet werden, welche

Schritte grundsätzlich dazugehören und welche rechtlichen sowie gesundheitlichen

Hinweise in der Schweiz beachtet werden sollten.


Cannabis Tinktur herstellen – Anleitung und Tipps

Was ist eine Cannabis Tinktur?

Eine Cannabis Tinktur ist ein alkoholbasierter Auszug aus der Cannabispflanze. Dabei

werden Pflanzenbestandteile wie Cannabinoide und Terpene mithilfe von Alkohol aus dem Pflanzenmaterial gelöst.


Tinkturen sind flüssig, gut dosierbar und werden häufig in dunklen Tropfflaschen

aufbewahrt, um sie vor Licht zu schützen.


Zutaten und Materialien zur Herstellung einer Cannabis Tinktur

Für die Herstellung einer Cannabis Tinktur werden in der Regel folgende Materialien

verwendet:

  • Hochprozentiger Alkohol, zum Beispiel Ethanol

  • Getrocknete Cannabisblüten oder anderes geeignetes Pflanzenmaterial

  • Ein sauberes Einmachglas mit Deckel

  • Kaffeefilter oder feines Sieb

  • Dunkle Tropfflaschen zur Aufbewahrung

  • Optional: Küchenwaage und Etiketten zur Beschriftung

Wichtig ist, sauber zu arbeiten und nur Materialien zu verwenden, die für den

vorgesehenen Zweck geeignet sind.


Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Herstellung einer Cannabis Tinktur

Schritt 1: Pflanzenmaterial vorbereiten

Vor der Herstellung wird das Pflanzenmaterial vorbereitet. Häufig wird Cannabis vorab

decarboxyliert. Dabei wird das Material schonend erhitzt, damit bestimmte

Pflanzenbestandteile in ihre aktive Form übergehen können.


Dieser Schritt sollte vorsichtig erfolgen, da zu hohe Temperaturen empfindliche

Inhaltsstoffe beeinträchtigen können.


Schritt 2: Cannabis mit Alkohol mischen

Das vorbereitete Pflanzenmaterial wird in ein sauberes Glas gegeben und vollständig mit

Alkohol bedeckt. Das Glas sollte gut verschlossen werden.


Anschliessend wird die Mischung an einem dunklen, kühlen Ort gelagert. Gelegentliches

Schütteln kann helfen, den Auszug gleichmässiger zu machen.


Schritt 3: Ziehzeit beachten

Die Ziehzeit kann je nach gewünschtem Auszug variieren. Viele Anleitungen empfehlen

mehrere Tage bis wenige Wochen. Je länger das Material zieht, desto intensiver kann der

Auszug werden.


Dabei sollte die Mischung vor Licht, Wärme und Verunreinigungen geschützt werden.


Schritt 4: Filtern und abfüllen

Nach der Ziehzeit wird die Flüssigkeit durch einen Kaffeefilter oder ein feines Sieb gefiltert.

Das Pflanzenmaterial wird entfernt, und die fertige Tinktur wird in saubere, dunkle

Tropfflaschen abgefüllt.


Die Flaschen sollten gut verschlossen, beschriftet und kühl sowie lichtgeschützt gelagert werden.


Anwendung und Dosierung von Cannabis Tinkturen

Die Anwendung von Cannabis Tinkturen hängt stark vom jeweiligen Produkt, der

Zusammensetzung und dem vorgesehenen Verwendungszweck ab.


Bei Produkten zur Einnahme sollten Dosierung und Anwendung immer gemäss

Produktangaben erfolgen. Bei Unsicherheiten, bestehenden Erkrankungen,

Schwangerschaft, Stillzeit oder der Einnahme von Medikamenten sollte vor der

Anwendung eine medizinische Fachperson konsultiert werden.


Cannabisöl herstellen – einfache Anleitung für zu Hause

Neben alkoholbasierten Tinkturen gibt es auch Cannabisöle. Dabei werden

Pflanzenbestandteile der Cannabispflanze in einem Trägeröl gelöst.


Als Trägeröl werden häufig MCT-Öl, Olivenöl, Kokosöl oder Hanfsamenöl verwendet. Der

Unterschied zur Tinktur liegt vor allem darin, dass Cannabisöl nicht auf Alkoholbasis

hergestellt wird.


Was ist Cannabisöl?

Cannabisöl ist ein ölbasiertes Pflanzenpräparat, bei dem Bestandteile der Cannabispflanze

in einem Öl gelöst werden. Es unterscheidet sich von alkoholischen Tinkturen durch die

verwendete Basis und die Art der Verarbeitung.


Je nach Ausgangsmaterial und Herstellung kann sich die Zusammensetzung deutlich

unterscheiden.


Zutaten und Materialien zur Herstellung von Cannabisöl

Für ein einfaches Cannabisöl werden häufig folgende Materialien verwendet:

  • Getrocknetes Cannabis oder geeignetes Pflanzenmaterial

  • Ein Trägeröl, zum Beispiel MCT-Öl, Olivenöl oder Kokosöl

  • Ein sauberes Einmachglas

  • Ein Topf mit Wasserbad

  • Ein feines Sieb oder Tuch zum Filtern

  • Dunkle Glasflaschen zur Aufbewahrung

Auch hier ist eine saubere Arbeitsweise wichtig, damit das fertige Öl möglichst stabil und

hygienisch bleibt.


Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Herstellung von Cannabisöl

Schritt 1: Pflanzenmaterial vorbereiten

Das Pflanzenmaterial wird zunächst vorbereitet. Wie bei Tinkturen wird Cannabis in vielen

Anleitungen vorab decarboxyliert. Dadurch können bestimmte Inhaltsstoffe umgewandelt

werden.


Die Temperatur sollte kontrolliert und nicht zu hoch gewählt werden.


Schritt 2: Cannabis mit Öl erwärmen

Das vorbereitete Pflanzenmaterial wird mit dem Trägeröl vermischt und langsam in einem

Wasserbad erwärmt.


Dabei sollte das Öl nicht kochen. Eine niedrige, gleichmässige Temperatur über mehrere

Stunden wird häufig empfohlen, um empfindliche Pflanzenstoffe möglichst schonend zu

behandeln.


Schritt 3: Filtern und abfüllen

Nach dem Erwärmen wird das Öl durch ein feines Sieb oder Tuch gefiltert. Anschliessend

wird es in saubere, dunkle Glasflaschen abgefüllt.


Die Flaschen sollten gut verschlossen, beschriftet und lichtgeschützt gelagert werden.


Anwendung von Cannabisöl

Die Anwendung von Cannabisöl hängt vom jeweiligen Produkt, der Zusammensetzung

und dem rechtlichen Status ab.


Bei gekauften Produkten sollten immer die Angaben des Herstellers beachtet werden. Bei

selbst hergestellten Ölen ist besondere Vorsicht geboten, da die genaue

Zusammensetzung und Konzentration meist nicht zuverlässig bestimmt werden kann.


Rechtlicher Hinweis für die Schweiz

In der Schweiz gelten für Cannabisprodukte klare gesetzliche Vorgaben. Produkte mit

einem THC-Gehalt unter 1% können unter bestimmten Voraussetzungen legal sein, sofern

alle weiteren gesetzlichen Anforderungen eingehalten werden.


Die rechtliche Einordnung kann je nach Produktart, Verwendungszweck, Kennzeichnung

und Zusammensetzung unterschiedlich sein. Deshalb sollten vor Herstellung, Besitz,

Verkauf oder Anwendung immer die aktuellen gesetzlichen Vorgaben geprüft werden.


Wichtiger Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschliesslich der allgemeinen Information und stellt keine

medizinische, rechtliche oder therapeutische Beratung dar.


Cannabisprodukte sind keine Arzneimittel, sofern sie nicht ausdrücklich als solche

zugelassen sind. Es werden keine Heilversprechen abgegeben. Bei gesundheitlichen

Beschwerden, bestehenden Erkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit oder der Einnahme

von Medikamenten sollte immer eine medizinische Fachperson konsultiert werden.


Haftungsausschluss

Die Inhalte dieses Beitrags wurden sorgfältig und sachlich erstellt. Sie ersetzen jedoch

keine individuelle Beratung durch Fachpersonen. Die Herstellung und Verwendung von Cannabisprodukten erfolgt auf eigene Verantwortung und muss stets im Rahmen der

geltenden gesetzlichen Vorgaben erfolgen.

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