Cannabis CBD Tinktur herstellen – Anleitung, Zutaten
- 4. Mai
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. Juli

Das Herstellen einer Cannabis Tinktur ist eine bekannte Methode, um Pflanzenbestandteile
der Cannabispflanze in flüssiger Form aufzubereiten. Tinkturen und Ölauszüge
unterscheiden sich vor allem durch ihre Basis, etwa Alkohol oder Trägeröl.
In diesem Beitrag erfährst du sachlich, welche Zutaten häufig verwendet werden, welche
Schritte grundsätzlich dazugehören und welche rechtlichen sowie gesundheitlichen
Hinweise in der Schweiz beachtet werden sollten.
Cannabis Tinktur herstellen – Anleitung und Tipps
Was ist eine Cannabis Tinktur?
Eine Cannabis Tinktur ist ein alkoholbasierter Auszug aus der Cannabispflanze. Dabei
werden Pflanzenbestandteile wie Cannabinoide und Terpene mithilfe von Alkohol aus dem Pflanzenmaterial gelöst.
Tinkturen sind flüssig, gut dosierbar und werden häufig in dunklen Tropfflaschen
aufbewahrt, um sie vor Licht zu schützen.
Zutaten und Materialien zur Herstellung einer Cannabis Tinktur
Für die Herstellung einer Cannabis Tinktur werden in der Regel folgende Materialien
verwendet:
Hochprozentiger Alkohol, zum Beispiel Ethanol
Getrocknete Cannabisblüten oder anderes geeignetes Pflanzenmaterial
Ein sauberes Einmachglas mit Deckel
Kaffeefilter oder feines Sieb
Dunkle Tropfflaschen zur Aufbewahrung
Optional: Küchenwaage und Etiketten zur Beschriftung
Wichtig ist, sauber zu arbeiten und nur Materialien zu verwenden, die für den
vorgesehenen Zweck geeignet sind.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Herstellung einer Cannabis Tinktur
Schritt 1: Pflanzenmaterial vorbereiten
Vor der Herstellung wird das Pflanzenmaterial vorbereitet. Häufig wird Cannabis vorab
decarboxyliert. Dabei wird das Material schonend erhitzt, damit bestimmte
Pflanzenbestandteile in ihre aktive Form übergehen können.
Dieser Schritt sollte vorsichtig erfolgen, da zu hohe Temperaturen empfindliche
Inhaltsstoffe beeinträchtigen können.
Schritt 2: Cannabis mit Alkohol mischen
Das vorbereitete Pflanzenmaterial wird in ein sauberes Glas gegeben und vollständig mit
Alkohol bedeckt. Das Glas sollte gut verschlossen werden.
Anschliessend wird die Mischung an einem dunklen, kühlen Ort gelagert. Gelegentliches
Schütteln kann helfen, den Auszug gleichmässiger zu machen.
Schritt 3: Ziehzeit beachten
Die Ziehzeit kann je nach gewünschtem Auszug variieren. Viele Anleitungen empfehlen
mehrere Tage bis wenige Wochen. Je länger das Material zieht, desto intensiver kann der
Auszug werden.
Dabei sollte die Mischung vor Licht, Wärme und Verunreinigungen geschützt werden.
Schritt 4: Filtern und abfüllen
Nach der Ziehzeit wird die Flüssigkeit durch einen Kaffeefilter oder ein feines Sieb gefiltert.
Das Pflanzenmaterial wird entfernt, und die fertige Tinktur wird in saubere, dunkle
Tropfflaschen abgefüllt.
Die Flaschen sollten gut verschlossen, beschriftet und kühl sowie lichtgeschützt gelagert werden.
CBD Tinktur Anwendung: So gehen Sie vor
Die Anwendung einer CBD Tinktur ist unkompliziert – entscheidend ist die richtige Methode.
Anders als klassische CBD Öle, die auf Trägerölen basieren, wird für Tinkturen hochprozentigem Alkohol als Extraktionsmittel eingesetzt. Dadurch lösen sich die enthaltenen Cannabinoide besonders effizient, und CBD Tinkturen bieten eine sehr gute Bioverfügbarkeit der wertvollen Cannabinoide und Terpene.
Wird die Tinktur verwendet, geben Sie die gewünschte Anzahl Tropfen mit der Pipette unter die Zunge und lassen sie 60 bis 90 Sekunden einwirken, bevor Sie schlucken. Über die Mundschleimhaut gelangt das Cannabidiol direkt in den Blutkreislauf – die Wirkung setzt schneller ein als beim Schlucken. Möglich ist auch die topische Anwendung: Einige Tropfen direkt auf betroffene Hautstellen oder verspannte Muskelpartien einmassieren.
Starten Sie mit 2–3 Tropfen täglich und steigern Sie langsam, bis Sie Ihre persönliche Dosierung gefunden haben. Viele nehmen die CBD Tinktur abends zum Abschalten – bei chronischen Schmerzen hat sich eine Aufteilung auf morgens und abends bewährt. Wie alle CBD Produkte lagern Sie auch CBD Öl und Tinkturen an einem kühlen, dunklen Ort und gut verschlossen, damit Wirkstoffgehalt und Qualität erhalten bleiben.
Wo hilft die CBD Tinktur?
Wo kann eine CBD Tinktur unterstützend wirken? Anwenderinnen und Anwender greifen am häufigsten in diesen Situationen dazu: bei innerer Unruhe und Stress, zum leichteren Einschlafen, bei Verspannungen und Muskelkater nach dem Sport sowie begleitend bei chronischen Schmerzen. Auch bei der topischen Anwendung auf gereizter oder trockener Haut berichten viele von positiven Erfahrungen. CBD wirkt dabei über das körpereigene Endocannabinoid-System, das an der Regulierung von Schlaf, Stimmung, Schmerzempfinden und Immunantwort beteiligt ist.
Wichtig: CBD ist kein Medikament und ersetzt keine ärztliche Behandlung. Die Wirkung ist individuell und hängt von Dosierung, Körpergewicht und Stoffwechsel ab. Bei anhaltenden Beschwerden oder gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten sprechen Sie vorgängig mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Anwendung und Dosierung von Cannabis Tinkturen
Die Anwendung von Cannabis Tinkturen hängt stark vom jeweiligen Produkt, der
Zusammensetzung und dem vorgesehenen Verwendungszweck ab.
Bei Produkten zur Einnahme sollten Dosierung und Anwendung immer gemäss
Produktangaben erfolgen. Bei Unsicherheiten, bestehenden Erkrankungen,
Schwangerschaft, Stillzeit oder der Einnahme von Medikamenten sollte vor der
Anwendung eine medizinische Fachperson konsultiert werden.
Cannabisöl herstellen – einfache Anleitung für zu Hause
Neben alkoholbasierten Tinkturen gibt es auch Cannabisöle. Dabei werden
Pflanzenbestandteile der Cannabispflanze in einem Trägeröl gelöst.
Als Trägeröl werden häufig MCT-Öl, Olivenöl, Kokosöl oder Hanfsamenöl verwendet. Der
Unterschied zur Tinktur liegt vor allem darin, dass Cannabisöl nicht auf Alkoholbasis
hergestellt wird.
Was ist Cannabisöl?
Cannabisöl ist ein ölbasiertes Pflanzenpräparat, bei dem Bestandteile der Cannabispflanze
in einem Öl gelöst werden. Es unterscheidet sich von alkoholischen Tinkturen durch die
verwendete Basis und die Art der Verarbeitung.
Je nach Ausgangsmaterial und Herstellung kann sich die Zusammensetzung deutlich
unterscheiden.
Zutaten und Materialien zur Herstellung von Cannabisöl
Für ein einfaches Cannabisöl werden häufig folgende Materialien verwendet:
Getrocknetes Cannabis oder geeignetes Pflanzenmaterial
Ein Trägeröl, zum Beispiel MCT-Öl, Olivenöl oder Kokosöl
Ein sauberes Einmachglas
Ein Topf mit Wasserbad
Ein feines Sieb oder Tuch zum Filtern
Dunkle Glasflaschen zur Aufbewahrung
Auch hier ist eine saubere Arbeitsweise wichtig, damit das fertige Öl möglichst stabil und
hygienisch bleibt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Herstellung von Cannabisöl
Schritt 1: Pflanzenmaterial vorbereiten
Das Pflanzenmaterial wird zunächst vorbereitet. Wie bei Tinkturen wird Cannabis in vielen
Anleitungen vorab decarboxyliert. Dadurch können bestimmte Inhaltsstoffe umgewandelt
werden.
Die Temperatur sollte kontrolliert und nicht zu hoch gewählt werden.
Schritt 2: Cannabis mit Öl erwärmen
Das vorbereitete Pflanzenmaterial wird mit dem Trägeröl vermischt und langsam in einem
Wasserbad erwärmt.
Dabei sollte das Öl nicht kochen. Eine niedrige, gleichmässige Temperatur über mehrere
Stunden wird häufig empfohlen, um empfindliche Pflanzenstoffe möglichst schonend zu
behandeln.
Schritt 3: Filtern und abfüllen
Nach dem Erwärmen wird das Öl durch ein feines Sieb oder Tuch gefiltert. Anschliessend
wird es in saubere, dunkle Glasflaschen abgefüllt.
Die Flaschen sollten gut verschlossen, beschriftet und lichtgeschützt gelagert werden.
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Anwendung von Cannabisöl
Die Anwendung von Cannabisöl hängt vom jeweiligen Produkt, der Zusammensetzung
und dem rechtlichen Status ab.
Bei gekauften Produkten sollten immer die Angaben des Herstellers beachtet werden. Bei
selbst hergestellten Ölen ist besondere Vorsicht geboten, da die genaue
Zusammensetzung und Konzentration meist nicht zuverlässig bestimmt werden kann.
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Rechtlicher Hinweis für die Schweiz
In der Schweiz gelten für Cannabisprodukte klare gesetzliche Vorgaben. Produkte mit
einem THC-Gehalt unter 1% können unter bestimmten Voraussetzungen legal sein, sofern
alle weiteren gesetzlichen Anforderungen eingehalten werden.
Die rechtliche Einordnung kann je nach Produktart, Verwendungszweck, Kennzeichnung
und Zusammensetzung unterschiedlich sein. Deshalb sollten vor Herstellung, Besitz,
Verkauf oder Anwendung immer die aktuellen gesetzlichen Vorgaben geprüft werden.
Wichtiger Hinweis
Dieser Beitrag dient ausschliesslich der allgemeinen Information und stellt keine
medizinische, rechtliche oder therapeutische Beratung dar.
Cannabisprodukte sind keine Arzneimittel, sofern sie nicht ausdrücklich als solche
zugelassen sind. Es werden keine Heilversprechen abgegeben. Bei gesundheitlichen
Beschwerden, bestehenden Erkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit oder der Einnahme
von Medikamenten sollte immer eine medizinische Fachperson konsultiert werden.
Haftungsausschluss
Die Inhalte dieses Beitrags wurden sorgfältig und sachlich erstellt. Sie ersetzen jedoch
keine individuelle Beratung durch Fachpersonen. Die Herstellung und Verwendung von Cannabisprodukten erfolgt auf eigene Verantwortung und muss stets im Rahmen der
geltenden gesetzlichen Vorgaben erfolgen.

