Kann man CBD während der Schwangerschaft nehmen?
- Vaporspirit Writer

- 3. Okt. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 5. Jan.
Eine Schwangerschaft gehört zu den aufregendsten und gleichzeitig sensibelsten
Phasen im Leben. Viele werdende Mütter möchten in dieser Zeit bewusst leben, Stress
reduzieren und den Körper möglichst sanft unterstützen. Bei der Suche nach
natürlichen Möglichkeiten rückt auch CBD (Cannabidiol) immer wieder in den Fokus.
Doch sofort stellt sich die Frage: Ist die Einnahme von CBD während der
Schwangerschaft überhaupt sinnvoll oder sogar riskant? Die Antwort darauf ist nicht
eindeutig – denn die wissenschaftliche Forschung zum Thema CBD Schwangerschaft
steht noch ganz am Anfang.
Wichtiger Hinweis vor der Einnahme
Bevor Sie in der Schwangerschaft CBD Öl nutzen, sollten Sie dies unbedingt mit Arzt
oder Hebamme abklären. Die Datenlage ist unsicher, die Wirkung auf das ungeborene
Kind nicht ausreichend erforscht, und selbst legale Produkte können Spuren von THC
enthalten. Nur Fachpersonen können beurteilen, ob eine Anwendung in Ihrem Fall
sinnvoll ist.

CBD – kurz erklärt
CBD ist ein Wirkstoff aus der Hanfpflanze, der im Gegensatz zu THC nicht berauschend
wirkt. Viele Menschen schätzen ihn für seine beruhigenden, ausgleichenden und
entzündungshemmenden Eigenschaften. In der Schweiz sind CBD Produkte legal,
solange der THC-Gehalt unter 1 % liegt.
Im Alltag nutzen viele Anwender CBD zur Unterstützung bei:
Schlafstörungen
innerer Unruhe oder Stress
leichten Schmerzen und Verspannungen
Hautproblemen
Gerade diese positiven Erfahrungen lassen manche Schwangere überlegen, ob CBD
auch für sie hilfreich sein könnte.
Warum Schwangere über CBD nachdenken
Die Schwangerschaft bringt körperliche und emotionale Veränderungen mit sich.
Beschwerden wie Schlaflosigkeit, Übelkeit, Verspannungen oder Ängste sind nicht
ungewöhnlich. Medikamente werden in dieser Zeit jedoch oft nur eingeschränkt
empfohlen, weshalb viele Frauen nach pflanzlichen Alternativen suchen.
CBD erscheint hier zunächst interessant, da es allgemein als sanft und gut verträglich
gilt. Allerdings darf man nicht vergessen: Was für den Körper einer erwachsenen Frau
unproblematisch sein kann, ist im Kontext CBD Schwangerschaft noch nicht
ausreichend untersucht.
Vor- und Nachteile von CBD in der Schwangerschaft
Um die Situation besser einschätzen zu können, ist es hilfreich, die möglichen Chancen
und Unsicherheiten nebeneinanderzustellen:
Mögliche Vorteile | Mögliche Nachteile / Risiken |
Pflanzlich, nicht berauschend | Kaum wissenschaftliche Studien speziell für Schwangere |
Viele Anwender berichten von Entspannung und besserem Schlaf | Unklare Wirkung auf die Entwicklung des Babys |
Könnte bei Stress oder leichter Übelkeit unterstützen | CBD-Produkte können Spuren von THC enthalten |
Legal in der Schweiz (THC < 1 %) | Fehlende Langzeitdaten zu möglichen Nebenwirkungen |
Oft als natürliche Alternative wahrgenommen | Ärzte und Fachgesellschaften raten meist zur Vorsicht |
Warum gibt es keine eindeutige Empfehlung?
Das liegt vor allem daran, dass das Endocannabinoid-System (ECS), auf das CBD wirkt,
auch bei der Entwicklung des Babys eine Rolle spielt. Es beeinflusst Nerven, Gehirn,
Stoffwechsel und andere zentrale Funktionen. Da noch unklar ist, wie sich zusätzliche
Cannabinoide in dieser Phase auswirken, sehen Experten hier ein Risiko.
Hinzu kommt: Auch in legalen CBD-Produkten sind kleinste Mengen THC enthalten.
Für Erwachsene sind diese Werte gesetzlich unproblematisch – doch für ein
ungeborenes Kind fehlen dazu die Studien.
Expertenmeinungen
Viele Fachgesellschaften und Ärzte empfehlen Schwangeren derzeit, auf CBD-Produkte
zu verzichten – einfach aus dem Grund, dass es keine gesicherten Beweise für
Sicherheit oder Unbedenklichkeit gibt.
Wer dennoch über CBD in der Schwangerschaft nachdenkt, sollte dies immer mit
einem Arzt oder einer Hebamme besprechen.
Sichere Alternativen in der Schwangerschaft
Statt Cannabidiol raten Experten in der Schwangerschaft eher zu anderen, bewährten
Möglichkeiten:
Entspannungstechniken wie Meditation, Atemübungen oder Schwangerschafts-
Yoga
Pflanzliche Tees wie Kamille, Melisse oder Ingwer (nach Rücksprache mit Arzt)
Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, um Kreislauf und Schlaf zu
stabilisieren
Gesunde Ernährung und Routinen, die den Körper zusätzlich unterstützen
Diese Methoden sind weitgehend erprobt und bergen keine vergleichbaren
Unsicherheiten wie Cannabinoide.
Fazit: Vorsicht statt Risiko
Obwohl Cannabidiol-Produkte für viele Menschen im Alltag wertvolle Unterstützung bieten
können, gilt in der Schwangerschaft: Zurückhaltung ist der sicherere Weg.
Da die Forschungslage noch nicht eindeutig ist, lässt sich nicht garantieren, dass die
Einnahme unbedenklich ist.
Wer Beschwerden hat, sollte diese offen mit Arzt oder Hebamme besprechen und auf
Alternativen setzen, die besser untersucht und empfohlen sind. So wird die
Schwangerschaft zu einer bewussten, gesunden und sicheren Zeit – für Mutter und
Kind.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu CBD Schwangerschaft
1. Ist CBD in der Schwangerschaft erlaubt?
Cannabidiol-Produkte sind in der Schweiz grundsätzlich legal (THC < 1 %). Ob sie während der
Schwangerschaft genutzt werden sollten, ist jedoch nicht eindeutig geklärt. Fachleute
raten in der Regel zur Vorsicht.
2. Gibt es Studien über CBD und Schwangerschaft?
Bisher gibt es kaum wissenschaftliche Studien, die die Einnahme von Cannabidiol in der
Schwangerschaft untersuchen. Die Forschung steht noch am Anfang, weshalb keine
eindeutigen Empfehlungen möglich sind.
3. Kann CBD dem ungeborenen Kind schaden?
Die Wirkung von Cannabidiol auf die Entwicklung des Babys ist bisher nicht ausreichend
erforscht. Aus diesem Grund empfehlen Ärzte und Hebammen, die Einnahme vorab
immer medizinisch abzuklären.
4. Gibt es sichere Alternativen zu CBD in der Schwangerschaft?
Ja, häufig werden Methoden wie Meditation, Atemübungen, Schwangerschafts-Yoga,
Bewegung an der frischen Luft oder ausgewählte pflanzliche Tees empfohlen. Diese
gelten als erprobter und risikoärmer.
Hinweis
Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine
medizinische Beratung dar. Cannabidiol (CBD) ist kein Arzneimittel. Es werden keine
Heil- oder Gesundheitsversprechen abgegeben.
Rechtlicher Hinweis (Schweiz)
CBD-Produkte sind in der Schweiz legal, sofern der THC-Gehalt unter 1 % liegt.
Die Inhalte beziehen sich ausschließlich auf die rechtliche Situation in der Schweiz.
Haftungsausschluss
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollte stets eine medizinische Fachperson
konsultiert werden.

